Alte PV-Anlage in Eigentumswohnung
Sabine hat eine Eigentumswohnung mit alter PV-Anlage gekauft und fragt sich, wie sie diese optimal nutzt.
- PV-Anlage
- Vor 2012 installiert
- Wohnsituation
- Eigentumswohnung
- Einspeisevergütung
- Niedrig
PV-Check für Eigentümer
Sabine hat eine alte PV-Anlage auf dem Dach ihrer Eigentumswohnung. Die Einspeisevergütung ist gering. Lohnt sich Eigenverbrauch mehr als Volleinspeisung?
Der Kauf mit der PV-Überraschung
Sabine kaufte eine charmante Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Der Clou: Auf dem Dach befand sich eine Photovoltaikanlage. "Super!", dachte Sabine, "endlich grüner Strom!". Doch schnell stellte sie fest: Die Anlage stammte aus dem Jahr 2010, einer Zeit, als die Einspeisevergütung noch deutlich geringer war als heute. Für jede Kilowattstunde, die sie ins öffentliche Netz einspeist, erhält sie nur einen Bruchteil dessen, was Neuanlagenbesitzer bekommen. Die jährliche Abrechnung brachte Ernüchterung: Die Einnahmen deckten kaum die Wartungskosten.
Hätte der Verkäufer nicht darauf hinweisen müssen?
Eine Offenlegungspflicht für die Höhe der Einspeisevergütung gibt es nicht. Allerdings hätte der Verkäufer die Existenz der PV-Anlage und deren Alter angeben müssen. Sabine hätte dann vor dem Kauf die Rentabilität prüfen können. Jetzt gilt es, das Beste aus der Situation zu machen.
Die Einspeisevergütung sinkt weiter
Die Zeiten hoher Einspeisevergütungen sind vorbei. Und Sabines Vergütung wird mit der Zeit nicht besser. Sie informierte sich und fand heraus, dass nach 20 Jahren die EEG-Förderung ausläuft. Dann erhält sie nur noch den "Jahresmarktwert Solar" – abzüglich einer Vermarktungspauschale. Das bedeutet: Noch weniger Geld für den eingespeisten Strom. Sabine fragte sich, ob es eine Möglichkeit gibt, die Anlage rentabler zu machen.
Dein Fall ist anders gelagert?
Nicht jede Situation passt in ein Schema. Unser Energie-Assistent kennt dieses Szenario und kann auf Abweichungen eingehen.
Lohnt sich die Anlage überhaupt noch?
Ja, grundsätzlich schon. Eine PV-Anlage produziert weiterhin Strom, auch wenn die Vergütung gering ist. Die Frage ist, wie Sabine den produzierten Strom am besten nutzt. Die Antwort liegt im Eigenverbrauch.
Eigenverbrauch statt Einspeisung
Sabine recherchierte und stieß auf das Konzept des Eigenverbrauchs. Anstatt den Solarstrom für wenig Geld ins Netz einzuspeisen, könnte sie ihn selbst nutzen. Jede Kilowattstunde, die sie selbst verbraucht, muss sie nicht vom teuren Stromanbieter beziehen. Die Differenz zwischen dem aktuellen Strompreis und der Einspeisevergütung ist beträchtlich. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde und einer Einspeisevergütung von 8 Cent spart sie 22 Cent pro Kilowattstunde, die sie selbst verbraucht.
Aber wie verbrauche ich den Strom selbst?
Das ist der Knackpunkt. Sabine muss ihren Stromverbrauch an die Zeiten anpassen, in denen die Sonne scheint. Oder sie investiert in einen Batteriespeicher. Der Speicher nimmt den überschüssigen Solarstrom auf und gibt ihn abends wieder ab, wenn die Sonne nicht mehr scheint.
Eigenverbrauch optimieren – so geht's!
Sabine begann, ihren Stromverbrauch zu analysieren. Sie stellte fest, dass vor allem mittags, wenn sie nicht zu Hause war, viel Solarstrom ungenutzt ins Netz floss. Sie beschloss, ihre Waschmaschine und den Geschirrspüler so zu programmieren, dass sie mittags laufen. Außerdem überlegte sie, sich ein kleines Balkonkraftwerk für ihren Balkon zuzulegen. So könnte sie auch abends einen Teil ihres Strombedarfs decken. Eine weitere Option wäre die Installation eines Batteriespeichers, um den Eigenverbrauch noch weiter zu erhöhen.
Unsicher bei der Umsetzung?
Die Schritte sind klar, aber du weißt nicht, wo anfangen? Der Assistent begleitet dich durch den Prozess.
Mehr Eigenverbrauch, mehr Gewinn!
Durch die Optimierung des Eigenverbrauchs kann Sabine ihre Stromkosten deutlich senken und die Rentabilität ihrer alten PV-Anlage steigern. Eine Investition in einen Batteriespeicher kann sich langfristig auszahlen. Die genaue Ersparnis hängt von ihrem individuellen Stromverbrauch und dem Grad der Eigenverbrauchsoptimierung ab. Typischerweise sind 100-300€ Ersparnis pro Jahr realistisch.